Filtersand oder Filterglas – welches Filtermedium ist besser für Ihren Pool?
- Torsten Menzel
- 26. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Filtersand oder Filterglas – welches Filtermedium ist besser für Ihren Pool?
Ein kristallklares Poolwasser ist das Ziel jedes Poolbesitzers. Entscheidend dafür ist ein effizient arbeitender Poolfilter. Doch bei der Wahl des richtigen Filtermediums stellt sich oft die Frage: Filtersand oder Filterglas – was ist besser? In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede, Vorteile und Nachteile beider Materialien – und welches sich langfristig wirklich lohnt.
Was ist Filtersand?
Filtersand ist der klassische Standard im Poolbau. Er besteht aus natürlichem Quarzsand mit abgerundeten Körnern. Das Wasser wird durch das Sandbett gepumpt, wobei Schmutzpartikel in den Zwischenräumen hängen bleiben.
Vorteile von Filtersand:
Günstig in der Anschaffung
Einfach nachzufüllen oder auszutauschen
Bewährte Technik seit Jahrzehnten
Nachteile von Filtersand:
Filtert nur Partikel bis ca. 40–50 Mikrometer
Verdichtet sich mit der Zeit → schlechtere Durchströmung
Höherer Wasserverbrauch durch häufiges Rückspülen
Bildung von Biofilm (Bakterienbelägen) möglich
Austausch etwa alle 3–5 Jahre nötig
Was ist Filterglas?
Filterglas ist die moderne Alternative. Es wird aus recyceltem Glas hergestellt, speziell aufbereitet und geschliffen. Durch seine kantige Struktur bietet es eine deutlich bessere Filtrationsleistung.
Vorteile von Filterglas:
Filtert feinere Partikel bis 10–15 Mikrometer
Kaum Verklumpung oder Kanalbildung
Weniger Rückspülungen nötig → spart Wasser & Energie
Glatte, antibakterielle Oberfläche verhindert Biofilm
Haltbarkeit bis zu 5 Jahre
Nachteile von Filterglas:
Etwas teurer in der Anschaffung
Anfangsinvestition höher, aber langfristig wirtschaftlicher
Filterleistung im Vergleich
Eigenschaft | Filtersand | Filterglas |
Material | Quarzsand | Recyceltes Glas |
Filtrationsfeinheit | 40–50 µm | 10–15 µm |
Rückspülbedarf | Hoch | Gering |
Biofilm-Bildung | Möglich | Kaum vorhanden |
Haltbarkeit | 1–2 Jahre | 3-5 Jahre |
Langzeitkosten | Höher | Niedriger |
Fazit: Filterglas lohnt sich langfristig
Wenn Sie Wert auf klare Wasserqualität, geringeren Pflegeaufwand und nachhaltigen Betrieb legen, ist Filterglas die bessere Wahl. Obwohl die Anschaffungskosten etwas höher sind, rechnet sich die Investition durch weniger Wartung, geringeren Wasserverbrauch und längere Lebensdauer schnell.
Wer dagegen eine günstige, einfache Lösung sucht und bereit ist, den Filter häufiger zu warten, kann auch weiterhin auf Filtersand setzen.
💡 Tipp vom Poolprofi:
Wenn Sie Ihren Filter auf Filterglas umstellen möchten, achten Sie auf die richtige Körnung (z. B. 0,4–0,8 mm) und reinigen Sie das Filterbett regelmäßig. Bei einem Wechsel von Sand auf Glas sollte die Filteranlage gründlich ausgespült werden.



